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Schlagwort: Apple

push me, sync me, mobile me

Seit Freitag habe ich auf meinem (alten) iPhone die neue Firmware mit allen tollen Funktionen die auch das neue iPhone hat – logisch, ohne GPS und UMTS. Zusammen mit meinem .mac-Konto, das jetzt MobileMe heißt gab es am Wochenende noch einen Push-Dienst. Jemand schickt mir eine Mail und boom, die Mail wird direkt auf mein iPhone geschubst. Klappt wunderbar.

Nur eins hat mich gewundert: die Mail tauchte erst mit deutlicher Verzögerung auch auf meinem Mac auf. Dabei sprach Apple auf den MobileMe-Seiten doch von „push“. Alles sollte durch die Gegend geschoben werden. Aus der so genannten Datenwolke (dämlicher Name übrigens) auf den Mac, das iPhone und den iPod. Stimmt aber gar nicht. Auf dem Rechner ist das nur ein Synchronisationsprozess der alle 15 Minuten (unter Mac OS 10.4 sogar nur alle 60 Minuten) läuft.

Apple hat die Entsprechenden Texte auf den MobileMe-Seiten bereits geändert. Man spricht jetzt von einer Synchronisation nach spätestens 15 Minuten und nur noch bei iPhone und iPod Touch von push.

Ganz schön peinlich, erst die Werbetrommel rühren, große Ankündigungen und Versprechungen machen und dann nach drei Tagen ganz still und leise zurück rudern. Über den ziemlich misslungenen Start von MobileMe mit massiven technischen Problemen rede ich gar nicht erst.

Trotzdem, ich bin ziemlich begeistert von der neuen Software. Am besten ist natürlich, dass man das Telefon jetzt mit Software aus dem AppStore erweitern kann – auch wenn mir eine wirklich offene Plattform lieber wäre.

Endlich habe ich einen Instant-Messenger und Twitterific auf dem Telefon. Mein Lieblingsprogramm ist allerdings die Fernbedienung für iTunes.

Siehe auch fscklog.com und dazu passend wirres.net

Viel Lärm um nichts

Nichts spektakuläres jedenfalls. Ich lag ziemlich daneben mit meiner Prognose. Nur das neue iPhone und MobileMe wurden heute auf der WWDC gezeigt. Das neue Telefon entspricht genau dem, was die Gerüchteküche lange prophezeit hat. Der niedrige Preis wird sicher für gute Verkaufszahlen sorgen. Ich bin gespannt, wer es in Deutschland vertreiben darf – wieder nur T-Mobile? Was für Angebote wird es wohl für Kunden geben die bereits ein iPhone der ersten Generation haben?

MobileMe scheint interessant, leider wissen wir nicht wann es online geht und was mit bestehenden .mac-Konten wird. Die nächsten Stunden und Tage werden sicher für Klarheit sorgen.
Ich sollte nicht immer so ungeduldig sein! .mac-Konten werden natürlich automatisch zu MobileMac-Konten. Man kann dann zusätzlich zur irgendwer@mac.com auch noch irgendwer@me.com nutzen. Der neue Dienst startet im Juli – logisch, da kommt das neue Telefon und die neue Firmware.

Keine großen Überraschungen, kein „One more thing“, nichts!

Was war bloß in den ominösen Containern von Quanta um die sich viele Gerüchte gedreht haben? War das möglicherweise eine clevere Finte von Apple?

Applevorhersage

Ich prognostiziere für heute Abend folgende Ankündigung durch Steve Jobs:

  • Neues iPhone – mit UMTS und GPS
  • Leicht geändertes Vertriebsmodell für das iPhone
  • Verbesserte MacBook Airs – evtl. auch mit kleinerem Display
  • Ein Knallerprodukt wie ein Web-Pad – MacPad
  • Ach ja, eigentlich neue MacBook Pros, aber die sind dank Intels Problemen beim Chipsatz eher unwahrscheinlich

Vielleicht gibt es aber auch nur neue iPods 😉

Die derzeit schlechte Erreichbarkeit meines Postfaches bei .mac erinnert mich an die Gerüchte über das Umbenennen und Aufwerten dieses Dienstes. Mac.me oder Me.mac oder irgendwas ähnliches. Außerdem fehlt in der Liste oben natürlich noch Mac OS X 10.6 Snow Leopard und die fertige neue iPhone-Firmware, welche noch heute zum Download bereit steht. Habe ich noch was vergessen?

Der böse und der gute Steve

Bei Spiegel online gibt es einen netten Artikel über Steve Ballmer, Steve Jobs, PCs, Macs und Betriebssystem:

Für Apple-Produkte gilt übrigens Ähnliches wie für den Chef: Im Grunde sind Macs Rentnerrechner, betreutes Computing gewissermaßen. Keine Viren, kaum Systemcrashs, automatische Festplattenbereinigung – mit einem Apple zu arbeiten ist wie Nordic Walking. Eine Idee langsamer als sonst und mit teuren Krücken, die dafür sorgen, dass man nicht umfällt.
Ein Arbeitstag an einem Windows-Rechner ist dagegen ein Tanz auf dem Vulkan, ein Ritt auf einem wilden, ungezähmten Bullen, mit der Wut des bösen Steve im Bauch.

[…]

Und kommen Sie jetzt bitte nicht mit Linux. Freie Betriebssysteme dürfen bei diesem Spiel nicht mitmachen. Was kein Geld kostet und von irgendwelchen Langhaarigen in ihrer Freizeit erarbeitet wird, ist zum Stock-Car-Rennen der Giganten nicht zugelassen.

Also ich mag „betreutes Computing“.

Flach man

Gestern habe ich den Mac-Dealer in der Nachbarschaft besucht, da konnte ich mir endlich das MacBook Air von Apple ansehen – und vor allem anfassen. Man kann noch so viele Testberichte und Produktinfos lesen, einen richtigen Eindruck bekommt man doch erst, wenn man das Ding mal in die Hand nehmen kann.

Was soll ich sagen, es ist flach und es ist leicht, sehr leicht sogar. Bei den Dimensionen das Gerätes rechnet man im ersten Moment nicht mit so wenig Gewicht. Müsste ich meinen Rechner ständig mit mir herum tragen und bräuchte ich dabei weder ein optisches Laufwerk, noch einen Netzwerkanschluss, das MacBook Air wäre mein Gerät.

Aber mal ehrlich, ein „normales“ MacBook kostet weniger und kann mehr. Schnellerer Prozessor, größere Festplatte, (mehr) Schnittstellen, optisches Laufwerk und wechselbarer Akku – Vernünftige Gründe für das MacBook Air gibt es eigentlich nicht. Für mich ist das ein Lifestyle-Produkt für Leute die sich gerne damit schmücken wollen. Der Vergleich mit völlig anderen Produkten drängt sich geradezu auf. Wo sonst zahlt man denn gerne mehr für weniger?

Ich bin sicher Apple verkauft trotzdem genug Geräte. Für manche wird es genau das richtige Notebook sein, für mich nicht. Aber flach und leicht ist schon. So flach.

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