Amsterdam canal housesdann kann er was erleben. Stimmt! Das verlängerte Wochenende in Amsterdam fing mit einem entspannten Flug an. Danach war ich dann aber auch schon in Holland in Not. Alle anderen hatten ihr Gepäck schon, nur ich und zwei Asiaten standen noch am Gepäckband, das noch lief. Irgendwann blieb das Band stehen und auf der Anzeige erschien „All baggage unloaded“. Wunderbar! Also auf zur Gepäckermittlung, Koffer beschreiben, Angaben zum Inhalt machen, Heimatanschrift und Hotelanschrift nebst Telefonnummer hinterlassen und dann leicht geknickt alle 23 Gepäckbänder aufsuchen, in der Hoffnung der Koffer steht da irgendwo rum. Natürlich stand er da nicht. Also machten wir uns etwas deprimiert auf den Weg zu unserem Hotel, welches laut Reiseführer mitten im Rotlichtviertel von Amsterdam sein sollte.Es war mitten drin. Im Hotel wurde ich dann schnell ruhiger. Ich erzählte an der Rezeption von meinem Koffer und kündigte an, dass der Flughafen vielleicht anruft. Sogleich schnappte der Mann hinterm Tresen sich den Zettel vom Flughafen und notierte sich die Referenznummer der Gepäckermittlung. Er sagte sowas passiere ziemlich oft und er würde am Flughafen anrufen wenn er binnen 24 Stunden nichts hören würde. Fein! Trotzdem suchten wir nach dem Zimmer die Innenstadt auf und ich versorgte mich mit Unterhose, T-Shirt und Zahnbürste für den nächsten Tag und sicherheitshalber nahm ich auch eine Packung Oropax mit, es war schon tagsüber ziemlich Laut ums Hotel.Am nächsten Morgen beim Frühstück stand mein Koffer an der Rezeption. Ab da war ich endlich richtig entspannt. So entspannt, wie man nach einer Nacht mit sehr wenig Schlaf eben sein kann – auf der Straße unter unserem Fenster war die ganze Nacht Radau und Oropax haben auch nicht viel geholfen. Außerdem war ich wegen des fehlenden Koffers immer noch leicht beunruhigt.kofie verkeerd Nach dem Frühstück haben wir dann die Stadt erkundet und ich habe meine ersten, sehr wichtigen, Vokabeln gelernt: Koffie verkeerd heißt Milchkaffee. Davon haben wir in den vier Tagen ziemlich viel getrunken – wir mussten ja wach bleiben – dazu gab es dann meist Appeltart met slagroom oder andere kleine Leckereien. In Amsterdam gibt es viele gemütliche, kleine Cafés die oft hausgemachten Kuchen haben. Gut, dass wir nur vier Tage dort waren, ich habe jetzt schon das Gefühl, dass meine Hose schlechter zu geht.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone