Strahlendgrau

Hafenrandbetrachtungen

Kategorie: Wie kann das sein?

Wer hat an der Uhr gedreht?

Kein Wunder, dass es dauernd zu Problemen bei meinen Lieferungen von Amazon kommt. Irgendwie scheint es zwischen Amazon und DHL eine zeitliche Divergenz zu geben…

Sendungsverfolgung

Nachhilfe für DHL-Zusteller

Lieber Zusteller von DHL der Du heute um 14:39 Uhr meine dringend erwartete Lieferung von Amazon zustellen wolltest. Vielleicht hätte es geholfen, wenn Du einfach mal geklingelt hättest. Dann hätte ich Dir die Tür geöffnet und das Paket mit viel Freude in Empfang genommen. Ich war nämlich da.

Gestern, als das Paket auch schon in Deinem Dienstwagen lag, war ich auch in der Wohnung. Aber gestern hast Du es vielleicht nicht bis hier her geschafft. Ich habe jedenfalls gestern keinen Wagen von DHL in der Straße gesehen. Heute komischerweise auch nicht, schon gar nicht so gegen 14:30 Uhr als ich im Wohnzimmer Kaffee getrunken habe und die Straße im Blick hatte.

Ist nicht so schlimm, kann ja mal passieren. Vielleicht hat Dir das auch noch keiner gesagt, wie einfach das ist, wenn man ein Päckchen zustellen will:

  1. Zu der Adresse fahren die auf dem Adressaufkleber steht
  2. Paket nehmen und aus dem Wagen aussteigen
  3. Zur Haustür gehen
  4. Klingel suchen die zu dem Namen auf dem Adressaufkleber passt
  5. Klingeln
  6. Wenn jemand die Tür öffnet das Paket abgeben. Wenn keiner kommt, Benachrichtigung hinterlassen und Paket wieder mitnehmen

Ist doch gar nicht so schwer oder?

Man bin ich wütend!

Da komme ich eben, nach großer Aufräumaktion, mit zwei Kisten Altpapier im Keller bei der Altpapiertonne an und stehe in einem leeren Raum! Weg! Die Altpapiertonne und die beiden Glastonnen. Natürlich hat der Hausverwalter den Mietern das mal wieder nicht mitgeteilt.

Hausverwalter und Vermieter, muss ich dazu noch was sagen?

Kahnwahn

Hier geht es nicht, wie die Überschrift vermuten lässt, um den Geisteszustand unseres Torwarttitan im Ruhestand. Nein, hier geht es vielmehr um tausende Menschen die heute durch die Hafencity zum Cruise Center pilgern und dort aus weiter Ferne die Queen Mary 2 begaffen.

Queen Mary 2

Vielleicht wohne ich schon zu lange in einer Stadt mit Hafen. Mir fehlt die nötige Begeisterung. Für mich ist das einfach nur ein großes Schiff.

Was ist daran jetzt so toll? Warum muss man da unbedingt hin? Man kommt nicht mal nah an die QM2 ran. Ich könnte es noch verstehen, wenn heute Open Ship wäre und man auch mal an Bord gehen dürfte. Von innen würde ich mir die Queen Mary liebend gerne ansehen. Aber so ist es doch langweilig. Ich stelle mich doch auch nicht vor die Kunsthalle und freue mich über das große Bauwerk. Nein, ich gehe hinein und schaue mir die Kunstwerke an.

Erschwerend kommt heute noch hinzu, dass in der Hafencity derzeit ziemlich viele Straßenbauarbeiten stattfinden. Die Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Mir scheint, die Stadt hätte gut daran getan heute diese Gegend nur für Anlieger, Reisebusse und Linienbusse zugänglich zu machen und dafür in der Nähe kostenlose Parkplätze, oder besser P+R Plätze mit kostenlosem Busshuttle einzurichten.

Ich bin sehr gespannt ob es auch nach dem Auslaufen der Queen Mary 2 in dieser Nacht noch genug Zulauf für die ersten Hamburg Cruise Days gibt. Die anderen Schiffe sind, bis auf Sedov, noch weniger spektakulär als die QM2.

Liebe Besitzer eines iPhones

Seit Apple letzte Woche das neue iPhone 3G vorgestellt hat, schreibt ihr euch in diversen Foren die Finger wund. Ihr habt vor kurzem viel Geld für ein innovatives Produkt bezahlt und nun kommt der Hersteller und bringt einfach so eine verbesserte Version dieses Gerätes mit neuen Funktionen und für weniger Geld auf den Markt.

In Deutschland wird das iPhone weiter nur von T-Mobile vertrieben (jedenfalls nur mit T-Mobile-Vertrag) und T-Mobile will euch das neue Gerät nicht einfach schenken. Das ist natürlich eine bodenlose Frechheit von T-Mobile. Und dann verramschen sie jetzt auch noch das „alte“ iPhone für einen Euro.

Klar, da werdet ihr sauer. Aber mal ehrlich, wenn ihr statt des iPhones ein Nokia N9irgendwas genommen hättet und Nokia nun das N9irgendwasbesseres auf den Markt brächte, würdet ihr dann auch so einen Wirbel veranstalten?

Das Schicksal eines early adopters ist nun mal, dass innerhalb kurzer Zeit ein besseres Gerät für weniger Geld auf den Markt kommt. Wenn ihr ein iPhone 3G haben wollt, werdet ihr dafür bezahlen müssen – so wie alle Anderen auch – es gibt absolut keinen Grund sich deshalb zu echauffieren. Hört auf zu jammern, tragt es mit Fassung! Wer vor 6 Monaten 400 oder 500 Euro für ein Telefon bezahlen konnte, sollte jetzt kein Problem haben 200 Euro für ein neues Gerät zu bezahlen.

Bevor hier ein falscher Eindruck entsteht: Ich habe mir am 15. April 2008 ein iPhone der ersten Generation für 249 Euro bei T-Mobile geholt. Ich bin sehr glücklich mit dem Gerät und weiß sehr wohl, dass ich heute 248 Euro weniger dafür bezahlen müsste. Und in 12 Monaten wird das iPhone 3G auch für einen Euro über den T-Mobile-Tresen gehen, dann wird es nämlich ein neues Model geben und ihr werdet jammern und meckern weil ihr es nicht geschenkt bekommt.

Liebe Air Berlin…

Ich fliege ja wirklich gerne mit euch und mittlerweile auch recht oft. Aber sagt mal, wo habt ihr denn bitte gestern Morgen die Maschine für Flug AB 6302 von München nach Hamburg ausgegraben? Die war mit einem Wort dreckig, aber sowas von! Da klebte mindestens ein Glas Orangensaft von unten am Gepäckfach und zwar schon in gelartiger Konsistenz. Überhaupt hing da einiges an den Gepäckfächern. Die Sitze haben auch schon bessere Zeiten gesehen und eine 737 ohne Lüftungsdüsen über den Sitzen habe ich vorher noch nie gesehen. Von meinem Besuch der Flugzeugtoilette schreibe ich lieber gar nicht, dagegen ist jedes Bahnhofsklo klinisch rein.

Vollgesaut!

Heute war ich mal wieder in München. Wie immer mit einem viel zu frühen Flug. Um 5:00 Uhr hat der Wecker geklingelt. Im Flugzeug ist es dann passiert: Ich habe einen Kaffee mit Milch und Zucker bestellt und bekam einen Becher mit heißem Kaffee, ein Papiertütchen mit Zucker und so’n Töpfchen Kondensmilch. Dummerweise herrscht im Flugzeug über den Wolken ein anderer Luftdruck als auf dem Boden, was dazu führt, dass in dem am Boden luftdicht verlossenem Töpfchen mit Milch ein Überdruck ensteht. Dieser Überdruck macht es nahezu unmöglich an die Milch zu kommen, ohne sie auf dem Tisch, der Rückenlehne und natürlich auf Händen und Hose zu verteilen. Leider denke ich morgens vor 8:00 Uhr noch nicht an solche Konsequenzen und ärgere mich immer wieder über die verursachte Sauerei. Immerhin habe ich heute keine Mitreisenden besudelt.

Kann man da nicht mal irgendwas tolles erfinden? Also nicht sowas ekliges wie Kaffeeweißer oder so, Kondensmilch ist schließlich schon schlimm genug, ich denke mehr an einen Milchtopf mit angepasstem Innendruck – das muss doch irgendwie gehen.

Ich jedenfalls werde beim nächsten Flug wieder Tee mit Zitrone trinken.

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