Strahlendgrau

Hafenrandbetrachtungen

Kategorie: Reiseberichte

Dänemark Tag 3 bis 9

Die erste Woche unseres Urlaubs ist schon vorbei, gestern haben wir „unser“ kleines Haus am Meer verlassen und sind einmal quer durch Dänemark an die Ostküste gefahren. Jetzt sind wir in Aarhus. Die Zeit an Westküste war wunderbar. Wir haben uns ordentlich den Wind um die Nase wehen lassen, die Weite der Natur genossen und einiges gelernt.

Die erste Lektion lernten wir bereits am ersten Morgen vom freundlichen Techniker unserer Ferienhausvermietung: Deutsches Toilettenpapier verträgt sich nicht mit dänischen Abflüssen, jedenfalls nicht mit den Abflüssen, die in Sickergruben enden. Vierlagiges-Deluxe-Soft-Papier hatte sich am Ende des Abflussrohrs festgesetzt und das Wasser floss nur noch sehr langsam ab, insbesondere in der Dusche.

Dusche, nächste Lektion: Ein Boiler, der vierzig Liter fasst, ist sehr knapp bemessen, wenn zwei Personen duschen wollen – ganz besonders, wenn während Person 1 duscht, Person 2 das Geschirr spült.

Im Badezimmer gab es ein possierliches Tierchen. Ich hielt es zunächst für ein normales Radio. Damit lag ich nicht ganz falsch, aber ich würde es trotzdem eher eine Zeitmaschine nennen. Nach dem Einschalten wurde man mit Hits aus den Achtzigern beschallt. Ich hätte das Hündchen beim ersten Benutzen beinahe fallen gelassen. Es lieft „Strangers by night“ von C. C. Catch. Der Versuch, einen anderen Sender einzustellen, scheiterte kläglich und so hörten fortan jeden Morgen die skurrile Auswahl von Radio Klitholm.

Das Ferienhaus lag etwas abseits, der nächste größere Ort war ca. 10 Kilometer entfernt. Hvide Sande. Dort haben wir in einer der Räuchereien fast täglich Fisch gekauft. Ganz besonders köstlich waren die geräucherten Krabben und der warm geräucherte Lachs. Wir haben auch frischen Fisch gekauft und ihn mit Gemüse in Alufolie gedünstet. Ich habe noch keinen frischeren Fisch verarbeitet. Köstlich! Wer bei dänischem Essen nur an rote Pölser im Hot Dog denkt, liegt ziemlich falsch.

Heute waren wir im ARoS, dem Aarhus Kunstmuseum mit der Attraktion „Your Rainbow Panorama“ von Olafur Eliasson. Sehr toll!

Am Abend waren wir in Aarhus im Restaurant Seafood am Yachthafen. Ich hätte mich am liebsten einmal quer durch die Karte gegessen. Alle Gerichte sahen sehr gut aus. Unser Menü war hervorragend. Das ganze bei strahlendem Sonnenschein mit Blick auf die Boote und das Wasser. Ein toller Abend.

Morgen geht es weiter nach Göteborg.

Dänemark Tag 1 und 2

Wir haben im März ziemlich spontan ein Ferienhaus in Dänemark gebucht. Damals war der Juli noch fern und wir haben uns nicht viele Gedanken gemacht, wie das mit einem Smart eigentlich gehen soll. Die meisten deutschen Urlauber nehmen ja ihren halben Hausstand mit nach Dänemark. Es wurden schon ganze Gefriertruhen auf Anhängern gesichtet. Ich war optimistisch „Der Kleine ist größer, als man denkt“.

Alle, die von unserem Plan erfuhren, lächelten milde und faselten etwas von Mietwagen, Anhänger oder Rucksack für den Smart. So blieb es die ganze Zeit bis zu unserer Abreise.

Als wir alles beisammen hatten, wurde mir schon etwas mulmig, die Liebste war sicher „Das passt nie alles ins Auto“. Glücklicherweise habe ich in meiner Jugend stundenlang Tetris auf dem Gameboy gespielt – es hat alles gepasst. Smart mit GepäckSmart mit Gepäck
Sogar das Kubb-Spiel konnte mit. Am Ende war sogar noch etwas Luft bis zum Dach, wir hätten also durchaus noch mehr einpacken können.

Unterwegs auf der Autobahn fiel mir auf, dass die Smartdichte doch erheblich abnimmt, je näher man der Grenze zu Dänemark kommt. Egal wo wir hier auftauchen, wir werden immer belustigt beäugt. Offensichtlich sind wir mit dem Auto echte Exoten. Immerhin haben wir am Samstag einen zweiten Smart gesichtet, auch aus Deutschland. Gestern ist uns der erste, und bisher einzige, dänische Smart begegnet. Der Fahrer grüßte uns freudig. Ein Brauch, der in Deutschland nahezu ausgestorben ist, früher haben sich auch dort fast alle Smartfahrer gegrüßt.

Das Ferienhaus ist toll, tatsächlich genauso gemütlich wie auf den Bildern des Vermieters im Internet.

Als wir ankamen, standen die gemieteten Fahrräder bereits auf der Terrasse. Wir freuten uns, weil es gemütliche Hollandräder sind. Ich bin seit einigen Monaten bekennender Omafietsfahrer. Endlich ein Fahrrad, auf dem ich keine Nacken- oder Rückenschmerzen bekomme. Gestern sind wir dann auch gleich zur ersten Tour mit den Rädern aufgebrochen. Es gibt einen sehr schönen Weg durch die Dünen und wir hatten Rückenwind. Was wir nicht bedacht hatten, auf dem Rückweg würde der Wind von vorne kommen. An der Küste weht der Wind ja gerne etwas stärker, gestern war so ein Tag. Gegenwind beim Radfahren ist eine unangenehme Sache, aber Gegenwind auf einem Hollandrad ist die Hölle. Durch die sehr aufrechte Sitzhaltung bietet man dem Wind eine große Angriffsfläche. Teilweise habe ich mich kaum noch von der Stelle bewegt. Schätzungsweise 90% der Strecke habe ich im ersten Gang zurückgelegt. Es war trotzdem ein sehr schöner Tag mit viel Sonne (und Wind).

Sylt

Wir haben das letzte Wochenende auf Sylt verbracht. Es war ein herrliches Winterwochenende an der See, wie man es dort nicht unbedingt erwartet hätte. Der viele Schnee hat die Insel in ein wahres Winterwunderland verwandelt.

Strand vor Westerland

Wir haben zum ersten Mal nach gefühlten 30 Jahren einen Schneemann gebaut. Ich präsentiere, voller Stolz, Theo Rolando:

Theo Rolando

Schafe mit Schnee auf dem Rücken hatte ich vorher auch noch nicht gesehen.

Schafe

Hier noch einige Postkarten-Motive:

Hafen von List

Strand vor Westerland

Winterwunderland

Deich

Rätselbilder

Man rate, wo ich das verlängerte Wochenende verbracht habe!

Davon gibt es im gesuchten Ort sehr viele:
Tauben

Tja, wenig hilfreich aber schön:
Haus

Kann man kennen, wenn man da war:
Segel

Schön, oder?
Ausblick

Viele Große liegen hier:
Friedhof

Gut, aber jetzt ist es klar, oder?
Einfach

Zu gewinnen gibt es nur Ehre. Aber das ist doch auch schon was. Sonderpunkte gibt es, wenn die genauen Orte der Fotos erkannt werden.

Liebe Air Berlin…

Ich fliege ja wirklich gerne mit euch und mittlerweile auch recht oft. Aber sagt mal, wo habt ihr denn bitte gestern Morgen die Maschine für Flug AB 6302 von München nach Hamburg ausgegraben? Die war mit einem Wort dreckig, aber sowas von! Da klebte mindestens ein Glas Orangensaft von unten am Gepäckfach und zwar schon in gelartiger Konsistenz. Überhaupt hing da einiges an den Gepäckfächern. Die Sitze haben auch schon bessere Zeiten gesehen und eine 737 ohne Lüftungsdüsen über den Sitzen habe ich vorher noch nie gesehen. Von meinem Besuch der Flugzeugtoilette schreibe ich lieber gar nicht, dagegen ist jedes Bahnhofsklo klinisch rein.

Landpartie

Frühstück im Garten in der Sonne, hatte ich schon viel zu lange nicht mehr. Eigentlich ist es hier auf dem Land ja ganz schön, wenn nur nicht so viele Pollen durch die Gegend fliegen würden. Meine Nase ist seit gestern Abend komplett zu und ich sehe aus wie ein Frettchen, so rot sind sind meine Augen.

Aber schön ist es hier schon – Hatschie!

Amsterdam (2) – Der frühe Vogel…

ReiherBei einem unserer Spaziergänge durch Amsterdam sind wir eine ganze Zeit an der Prinsengracht entlang gegangen. Unser Ziel war Jordaan ein ehemaliges Arbeiterviertel aus dem 17. Jahrhundert das sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Szenestadtteil eintwickelt hat. Es gibt viele Cafés, Bars, Kunstgeschäfte und Galerien. Samstags ist Markt, den wollten wir besuchen. Unterwegs sahen wir am anderen Ufer einen Reiher auf einem Autodach sitzen – mitten in der Stadt. Der Vogel tapste auf dem Dach hin und her und sah sich um. Selbst Passanten die dicht an ihm vorbei gingen störten ihn nicht. Nach einiger Zeit schaute er hektisch nach oben zu einem Fenster. Ein Mann erschien, öffnete das Fenster und warf dem Reiher etwas zu fressen nach unten. Es schien als wäre das ein tägliches Ritual zwischen den beiden. Kaum hatte der Reiher sein Frühstück verputzt, machte er sich davon.Bei unserem Spaziergang entdeckten wir auch das Café de Prins, das hatten wir am Tag zuvor vergeblich gesucht. Also war nicht nur mein Koffer einen Tag verspätet.

Amsterdam (1) – Wenn Einer eine Reise tut…

Amsterdam canal housesdann kann er was erleben. Stimmt! Das verlängerte Wochenende in Amsterdam fing mit einem entspannten Flug an. Danach war ich dann aber auch schon in Holland in Not. Alle anderen hatten ihr Gepäck schon, nur ich und zwei Asiaten standen noch am Gepäckband, das noch lief. Irgendwann blieb das Band stehen und auf der Anzeige erschien „All baggage unloaded“. Wunderbar! Also auf zur Gepäckermittlung, Koffer beschreiben, Angaben zum Inhalt machen, Heimatanschrift und Hotelanschrift nebst Telefonnummer hinterlassen und dann leicht geknickt alle 23 Gepäckbänder aufsuchen, in der Hoffnung der Koffer steht da irgendwo rum. Natürlich stand er da nicht. Also machten wir uns etwas deprimiert auf den Weg zu unserem Hotel, welches laut Reiseführer mitten im Rotlichtviertel von Amsterdam sein sollte. Weiterlesen

Sendepause

In den nächsten Tagen wird hier nichts passieren. Nachher geht es zum Flughafen und dann für ein verlängertes Wochenende ab nach Amsterdam. Genießt das schlechte Wetter in Hamburg und im Rest von Deutschland. Ich freue mich auf Sonnenschein – die Hoffnung stirbt zuletzt.

Mit Paris in der Badewanne

Als ich vor einer Woche das Bad meines Hotelzimmers betrat war ich gleich von ihr entzückt. Schon den ersten Abend haben wir gemeinsam in der Badewanne verbracht, ich und Paris Hilton…
Paris

An alle, die über Google mit der Suche nach „Paris in der Badewanne“ hier gelandet sind: Das war wohl leider nicht, was ihr zu findet hofftet, oder?

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