Strahlendgrau

Hafenrandbetrachtungen

Kategorie: Allgemein (Seite 2 von 3)

36

Da ist er wieder, dieser Tag im März.

Verglichen mit Karlheinz Böhm, der heute seinen 80. Geburtstag feiert, bin ich mit 36 doch recht jung. Überhaupt teile ich meinen Geburtstag mit illustren Menschen:

  • Jerry Lewis
  • Bernardo Bertolucci
  • James Madison
  • Aleksandr Stepanowitsch Popow
  • Georg Simon Ohm
  • Frederick Reines
  • mehr…

Emma

Der heutige Tag begann mit dem Anstellen der Kaffeemaschine und dem Aufwärmen der Milch für den Frühstückskaffee. Während die Kaffeemaschine die Bohnen mahlte und meinen Kaffee brühte schlurfte ich durchs Treppenhaus um die Tageszeitung zu holen, die immer früh morgens vor die Haustür gelegt wird. Leider fand ich heute nur einen Klumpen Pappmaché – Der Tag fängt ja gut an!

Alles neu

Neues Jahr, neuer Hoster, neues WordPress, neue Ideen, neues Aussehen. Hier ist wirklich alles neu, bis auf die alten und langweiligen Inhalte natürlich.

Wo die Reise hingeht weiß ich noch nicht, aber immerhin macht es wieder Spaß hier überhaupt etwas zu machen. Letzte Woche habe ich alle Domains von Strato zu einem neuen Hoster umgezogen. Früher hat das laden der Admin-Oberfläche (und natürlich auch das Laden der Seiten) gerne mal 20 bis 30 Sekunden gedauert. Das war hochgradig frustrierend. Jetzt zahle ich nur 94 Cent mehr pro Monat, teile mir dafür den Server aber nur noch mit maximal 50 Anderen Kunden. Außerdem ist die Datenbank deutlich performanter.

Alles was jetzt fehlt, sind Inhalte die auch jemand lesen will. Mal sehen ob es diesmal klappt.

Immerhin hatte ich in den letzten Tagen sehr viel Spaß beim Basteln des neuen Themes. Ich habe Sandbox entdeckt und bin begeistert. Man kann nur mit Hilfe von CSS ein komplettes Layout für WordPress schreiben! Was für eine Erleichterung. Natürlich kann man dabei nicht ganz so tief in das System eingreifen, aber genau das sehe ich als Vorteil an.

Schietwetter

Ich kann hier am Sandtorkai mit Mühe noch erkennen wo die Überseebrücke ist, so stark regnet es. Hafengeburtstag-Wetter, dass muss so sein. Wenn ich die nächste Probefahrt für ein Cabrio vereinbare, schaue ich vorher den Wetterbericht an. Aber in einer Stunde haben wir sicher wieder strahlendgrauen Himmel…

Sendepause

In den nächsten Tagen wird hier nichts passieren. Nachher geht es zum Flughafen und dann für ein verlängertes Wochenende ab nach Amsterdam. Genießt das schlechte Wetter in Hamburg und im Rest von Deutschland. Ich freue mich auf Sonnenschein – die Hoffnung stirbt zuletzt.

Rückblick, Ausblick, Durchblick(?)

Ein bisschen merke ich es schon, die ersten Schritte nach längerem Sitzen schmerzen, der Rücken ist rund, die Ringe unter den Augen werden seit zwei Wochen mit spezieller Augenpflege behandelt, Zwanzigjährige sprechen mich mit „Sie“ an, nach drei Treppenabsätzen schmerzt entweder das rechte oder das linke Knie, meine Stirn wächst – Ich werde langsam alt.

Vorhin am Telefon ist mir aufgefallen, dass ich jetzt halb so alt bin wie mein Vater. Ich hoffe in seinem Alter genauso fit zu sein wie er es heute ist. Bis dahin habe ich ja noch weitere 35 spannende Jahre Zeit.

In all den Jahren ist ganz schön was los gewesen. Als ich geboren wurde gab es kein Internet, heute ist es so selbstverständlich, dass man an den unglaublichsten Orten nach einem Internetanschluß fragt. Wir reden ja fast nur noch von Web 2.0, eine schöne Erklärung der wichtigsten Begriffe und Seiten gibt es bei Spreeblick. Mir gefällt besonders die Beschreibung von Voice over IP:

Durch Voice-Over-IP-Technologie ist es möglich geworden, ohne einen Telefonanschluss zu telefonieren. Man benötigt dazu lediglich einen Highspeed-DSL-Anschluss, den viele Kommunikationsdienstleister im Paket mit einem Telefonanschluss anbieten.

Aber es gab deutlich wichtigeres als die Evolution des Internets. Allein in den letzten 20 Jahren ist soviel passiert. Vor 20 Jahren hat kaum jemand geglaubt, dass Deutschland irgenwann nicht mehr geteilt ist. Hätte mir vor 20 Jahren jemand erzählt, dass Arnold Schwarzenegger mal Gouverneur von Kalifornien wird, es hätte mich erstens nicht interessiert und zweitens hätte ich es nicht geglaubt. Viele Dinge, mit denen niemand gerechnet hat, sind passiert und werden auch weiterhin passieren. Heute werde ich zum Beispiel meinen ersten Käsekuchen backen, damit hat wohl auch niemand gerechnet. Ach ja, aufräumen muss ich ja auch noch…

Frühjahrsputz

Der bereits beschriebene Anflug von Tatendrang ist noch nicht vorüber. Ich habe zum Beispiel die Vorhänge aus dem Wohnzimmer gewaschen. Ein bisschen entsetzt war ich schon, als ich sie aus der Waschmaschine holte. Sie sind unglaublich weiß und leider auch unglaublich kurz. Ich hoffe sehr, dass sie sich noch ein bisschen strecken, 10 cm wären nicht schlecht.

Auch strahlendgrau.de ist dem Fruhjahrsputz nicht entgangen. Ein neuer Kopf und lesefreundliche Schriftarten waren der Anfang. Mit einem neuen Theme ist die Aufräumarbeit beendet. Sieht dem alten sehr ähnlich, soll es auch.

Versuchung

Durch die aktuelle Wetterlage war ich kurz versucht die Domain strahlendblau.de zu registrieren. Frei wäre sie ja, aber nur weil mal gutes Wetter ist gleich die Domain zu wechseln … nein, das wäre dann doch übertrieben.

Einmal im Jahr

Einmal im Jahr kommt dieser Tag. Meistens passiert es im März. Man steht morgens auf, öffnet das Rolo vor dem Küchenfenster und plötzlich ist der ganze Hof voll mit blühenden Krokussen. Vorgestern war von ihnen eigentlich nichts zu sehen und heute ist alles lila. Schön!

Der Kaffee schmeckt an diesem Tag auch irgendwie besser. Vermutlich weil ungewohnt viele Sonnenstrahlen mein Gesicht treffen. Irgendwas bewirkt diese erhöhte Dosis Tageslicht in mir. Urplötzlich stecke ich voller Tatendrang und fühle mich in meiner Wohnung nicht richtig wohl. Die Vorhänge sind so dreckig und die Fenster erst. Und dann passiert das, was jedes Jahr am ersten, sonnigen Wochenende im März passiert. Ich hole einen Eimer und fülle ihn mit Wasser. Dann suche ich eine kleine Ewigkeit nach diesem dusseligen Ding. Meist finde ich ihn ganz hinten und unten im Schrank. Da, wo ich ihn vor ungefähr einem Jahr hingelegt habe – den Mikrofaserfensterputzer.

Als nächstes stehe ich dann vor dem Wohnzimmerfenster und entferne den Dreck der letzten zwölf Monate – und da kommt ganz schön was zusammen. Die anderen Fenster werden natürlich auch geputzt. Danach wird der Mikrofaserfensterputzer gründlich ausgespült und auf dem Heizkörper getrocknet. Morgen lege ich ihn wieder ganz nach hinten und ganz nach unten in den Schrank. Ich brauche ihn ja erst in einem Jahr.

Der zweite Kaffee schmeckt dann noch besser. Durch die sauberen Fenster erreichen mich schließlich noch mehr Sonnenstrahlen.

Merkwürdige Begegnung im Hausflur

Beim Verlassen der Wohnung begegnete mir heute im Treppenhaus eine Frau in so ’nem Schutzanzug wie ihn die Spurensicherung im Fernsehen immer trägt. An den Füßen hatte sie auch die bekannten Plastikhüllen über ihren Schuhen. Da war ich schon etwas irritiert.

Direkt vor der Tür stehen neuerdings auch drei große Müllcontainer mit der Aufschrift „Sonderabholung“.

Als ich mich im gehen noch einmal umdrehte, sah ich, dass im zweiten Stock in einer Wohnung alle Fenster weit geöffnet waren. Soweit ich mich erinnern kann waren diese Fenster in den letzten sechs Jahren immer geschlossen. Der Bewohner der Wohnung ist vor einigen Wochen ins Krankenhaus gekommen. Er kommt wohl nicht zurück.

Die Frau aus dem Treppenhaus und ihre Kollegen reinigen die Wohnung, die nach Aussage des Hauswarts ziemlich verwahrlost aussehen soll. Zitat: „Ich brauche jetzt erstmal einen Schnaps“.

Wie wenig man doch eigentlich von seinen Nachbarn weiß…

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