Strahlendgrau

Hafenrandbetrachtungen

Jahr: 2006

Eine Hochzeit und eine Autopanne

Die Hochzeit meines Freundes und Kollegen D. werde ich so schnell nicht vergessen. Zusammen mit einem Freund bin ich gestern nach München geflogen. Wir waren frühzeitig beim Brautpaar und sind zusammen mit den Eltern des Bräutigams mit der U-Bahn zum Standesamt gefahren. Die Trauung war schön und alle sehr glücklich. Viele Freunde waren gekommen und es wurden ein paar Flaschen Sekt getrunken. Zurück konnten wir mit Schwester und Schwager der Braut im Auto fahren. Da ich den Schwager bereits mehrfach erlebt habe dachte ich bereits in der Tiefgarage „Ob das so eine gute Idee ist, da geht doch sicher wieder was schief“.

Böse Gedanken, ganz böse Gedanken!

Mitten in München sind wir liegen geblieben, der Gaszug war gerissen. Unser Fahrer, nennen wir ihn C., öffnete die Motorhaube und fummelte am Motor rum. Nach einiger Zeit verschwand er. Er wollte ein Teil suchen, dass verloren gegangen war. Er lief hinter dem Auto die Straße hinauf und schaute auf den Boden. Irgendwann verschwand er und tauchte nicht wieder auf.

Das Brautpaar war nicht zu erreichen, nur der Anrufbeantworter. Wir saßen also im Auto und warteten. C. kam nicht wieder. Nach zwanzig Minuten rief seine Frau ihn an. Er stand bei Conrad Electronic in der Schlange an der Kasse. Er sagte er hätte ein Ersatzteil gekauft. Ich ahnte böses.

Endlich erreichte ich D. und er war sich sofort klar, dass das nicht gut gehen wird. Er sagte zu, uns zu helfen und wollte sich auf den Weg machen. Kurz nach dem Telefonat tauchte C. endlich wieder auf. Ich denke wir standen schon 45 Minuten mit Warnblinker am Straßenrand. C. fragte ob wir vielleicht einen kleinen Schraubendreher hätten, der aus dem Bordwerkzeug passte nicht in das „Ersatzteil“ – eine Lüsterklemme!

Mein Telefon klingelte, D. brauchte noch ein paar Informationen. Ich gab ihm C., der sofort nach einem kleinen Schraubendreher fragte „für so’n Dings für Lampen“. Während wir auf die Rettung durch den Bräutigam warteten, verließ uns C. auf der Suche nach einem Schraubendreher zum zweiten mal. Diesmal kam er aber schon nach fünf Minuten zurück und versuchte den Gaszug nun irgendwie zu flicken. Erfolglos.

Als D. endlich eintraf und das Abschleppseil aus dem Kofferraum holte, standen wir bereits 90 Minuten rum. In München war es gestern übrigens schön kalt. Es war mittlerweile 17:30 Uhr, um 18:00 Uhr sollte das Essen im Restaurant beginnen. Praktisch war, dass wir nur 5 Minuten vom Restaurant entfernt liegen geblieben waren. Während Brätigaum, Schwager und Schwägerin das defekte Auto abschleppten, gingen wir zwei Norddeutschen schon mal ins Restaurant. Dort hat man uns natürlich noch nicht erwartet, aber wir durften an der Bar warten und uns mit einem doppelten Espresso aufwärmen.

Irgendwann trafen die ersten Gäste ein. Unsere Gastgeber und der Rest der Gesellschaft kamen mit deutlicher Verspätung – es hat halt gedauert bis der Schleppverband sein Ziel erreicht hat. Das Essen konnte erst verspätet starten. Leider mussten wir nach der zweiten Vorspeise aufbrechen, um den letzten Flug nach Hamburg noch zu erwischen.

Trotz oder gerade wegen dieser Geschichte war es ein toller Tag an den ich noch lange Zurück denken werde. Auch das Brautpaar wird sicher an jedem Hochzeitstag gerne an das Erlebte zurück denken.

Sibylle sagt (1)

Ich kann auch ohne Spass Alkohol haben.

Pionier

Ich war heute beruflich in München, ab und zu passiert das mal. In den letzten Jahren ist es für mich zur Gewohnheit geworden, am Vorabend des Fluges über das Internet einzuchecken. Eigentlich kann man ja fast alles über das Internet machen, aber das ist ein anderes Thema.

Gestern gab es etwas Neues. Man konnte die Bordkarte für den Flug einfach ausdrucken. Ich dachte mir „prima, kann ich noch länger schlafen“ und habe meine Bordkarten für Hin- und Rückflug ausgedruckt.

Schon an der Sicherheitskontrolle habe ich gemerkt, diese gedruckten Karten müssen ganz neu sein. Der Herr, der sie kontrolliert, hatte „sowas noch nie gesehen“. Ich durfte aber dennoch passieren. Durch diesen Vorfall vorgewarnt habe ich mich am Gate direkt an das Personal gewandt mit den Worten: „Ich hab sowas zum ersten mal in der Hand. Komme ich damit wirklich ins Flugzeug?“. Die Dame nahm den Zettel, schaute interessiert darauf und erwiderte: „Ich hab sowas auch zum ersten mal in der Hand.“ Sie hat mich dann irgendwie in die Maschine gekriegt. Ohne den dafür vorgesehenen Strichcode auf meiner tollen Bordkarte zu nutzen.

Beim Rückflug vorhin hat ihre Kollegin drei Minuten nach einer Möglichkeit gesucht, mich in das Flugzeug zu nehmen. Irgendwann hat sie resigniert und meinte: „Das ist mir zu blöd, ich stelle ihnen einfach eine richtige Bordkarte aus.“

Wie es scheint bin ich meiner Zeit voraus.

Nichts

Es passiert einfach nichts! Ich sitze hier vor einem leeren Formular und mir fällt absolut nichts ein, dass berichtenswert wäre. Ziemlich ärgerlich. Da frickelt man nächtelang am Layout und der Technik und dann hat man keine Inhalte

Über die unglaublich miese Geschwindigkeit der Seite schreibe ich besser auch nicht, ich weiß nicht ob meine Hoster kritikfähig ist. Hmmm, ist so ein Domainumzug eigentlich kompliziert?

Vielleicht sollte ich wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro fahren. Im Bus erlebt man doch jeden Tag skurile Dinge. Das ungewöhnlichste in meiner Woche erlebte ich gestern im Wartezimmer meines Hausarztes. Eine illustre Gruppe älterer Menschen – man könnte wohl Rentner sagen – betrat das Wartezimmer. Eine Frau, zwei Männer. Einer der Herren hat der Frau eine Zeitung angeboten worauf diese in die Tasche griff, die aktuelle Mopo raus zog und sagte sie hätte ihre eigene dabei. Der Mann sah sie entsetzt an und sagte: „So ein Kommunistenblatt liest du? Da kannst auch gleich die taz lesen!“. taz und Mopo in einem Atemzug, was ältere Männer so alles denken.

Warum strahlendgrau?

Vor einigen Monaten ist mein Arbeitgeber auf die Idee gekommen unser Büro in die Hafencity zu verlegen. Deshalb sitze ich nun jeden Tag im zwölften Stockwerk eines Büroturms und blicke auf Landungsbrücken und Elbe. Es war wohl der Herbst, der mich immer wieder vom strahlend grauen Himmel über Hamburg erzählen ließ. Dabei hatten wir ja auch im Herbst ziemlich viel Sonnenschein. Beim Nachbarn meiner Eltern hat sogar der Apfelbaum zu blühen begonnen – verwirrte Pflanze.

Na ja, jedenfalls ist mir bei der Suche nach einem Titel für die Seite dann strahlendgrau eingefallen. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie Inhalte diesem Titel gerecht werden können. Immer über’s Wetter schreiben geht ja nicht.

oberflächliches

WordPress ist ein feines Spielzeug. Abend für Abend sitze ich vor der Kiste und frickel an der Oberfläche dieser Seite. Mit dem ersten Theme war ich nicht richtig zufrieden. Es sah zwar ganz nett aus, war aber etwas chaotisch programmiert und Anpassungen waren immer etwas fummelig.

Jetzt benutze ich das Theme Framefake, das ich an meine Wünsche angepasst habe.

Alle Änderungen waren relativ leicht gemacht. Ich war zufrieden, hatte aber alles nur mit Safari getestet. Beim ersten Betrachten mit IE und Firefox wurde mir klar, das war ein Fehler. Also zurück an den Editor…

Jetzt sieht man hier einen Kompromiss, der dafür aber in allen drei Browsern brauchbar dargestellt wird. Am besten sieht’s aber immer noch im Safari aus.

Edit 15. März 2007 15:55 Seit dem 15. März 2007 wird bei strahlendgrau.de ein auf der deutschen Version von Kubrick basierendes Theme eingesetz, das ich an die Bedürfnisse der Seite angepasst habe.

strahlendgrau ist da

Nach einer sehr spontanen Idee gibt es seit gestern diese Domain. Bisher „spiele“ ich nur mit WordPress und versuche mir einen Überblick zu verschaffen. Eigentlich alles ganz einfach 😉
Inhalte kommen dann später… irgendwann… hoffentlich…

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