Strahlendgrau

Hafenrandbetrachtungen

Elbphilharmonie-Tickets

Ich habe heute versucht Tickets für Konzerte in der Elbphilharmonie zu kaufen. Nach meinen Erfahrungen beim Versuch mich für die Ticket-Verlosung zu registrieren, war ich skeptisch. Es hieß zwar die Infrastruktur der HamburgMusik sei nach dem Zusammenbruch bei der Verlosung entsprechend gewappnet, aber mir war aufgefallen, dass die Seite extrem viel Javascript und asynchrone Requests einsetzt. Tatsächlich waren die ersten Stunden des Online-Kartenverkaufs eine einzige Katastrophe.

Während ich versuchte Karten zu kaufen, habe ich die Seiten oberflächlich analysiert. Meiner Meinung nach hätte das System auch einem deutlich geringeren Ansturm nicht standgehalten. Das fängt schon bei der Programmübersicht an – ich denke das ist der normale Einstiegspunkt für Kartenkäufer – über der Liste der Konzerte ist ein Kalender, man kann dort nur monatsweise vor- und zurückblättern, dass Jahr kann nicht gewechselt werden. Eigentlich kein Problem, man blättert einfach 7 Monate vor und schon ist man im Eröffnungsmonat. Leider wird aber beim Blättern immer ein Request an den Server geschickt und der nächste Monat von dort geladen. Dem Benutzer wird während dieses asynchronen Request auf der Oberfläche nicht angezeigt, dass auf Daten vom Server gewartet wird – normalerweise geht das auch so schnell, dass man es gar nicht merkt. Nehmen wir aber an, dass 5000 Besucher vor dem Rechner sitzen und nahezu zeitgleich einen Monat vorblättern wollen, dann kommen nur dafür 5000 Requests zustande. Wenn das schon beim Kalender so ist, wird es an vielen Stellen ähnlich programmiert sein.

Die Seite ist sehr modern, aber es sieht nicht aus, als sei sie auch nur ansatzweise für einen großen Besucheransturm optimiert worden. Beim Laden einer Seite von shop.elbphilharmie.de habe ich gesehen, dass über Achtzig Javascript-Dateien geladen wurden. Achtzig Requests an den Server um eine einzige Seite zu laden, Stylesheets, Webfonts und Bilder sind darin noch nicht enthalten. Die Server konnten die vielen Anfragen nicht mehr beantworten, ein Teil der Javascript-Dateien wurde nicht geladen. Als Ergebnis sahen die Besucher Seiten mit großen Headerbildern, der Hauptnavigation und dem Fußbereich, die Inhalte fehlten komplett, denn die werden überwiegend mit Javascript generiert.
Die Seiten setzen AngularJS und jQuery ein, ich sah mehrmals AngularJS-Platzhalter in geschweiften Klammern. Zwischendurch konnte ich auch Fehlermeldungen des Internet Information Servers und von ASP.Net sehen. IIS und ASPX würde ich eher nicht benutzen, wenn ich mit tausenden Zugriffen pro Sekunde rechne. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Webseite und das Shopsystem irgendwann einen Stresstest bestanden haben.

Eine erste Maßnahme wäre, alle mittels AJAX geladenen Inhalte zu prüfen, sind sie wirklich nötig oder kann man die Zahl der Requests verringern? Oft würde es auch helfen den Benutzern zu zeigen, dass noch auf Daten vom Server gewartet wird – wenn der Ladebalken meines Browsers nicht mehr angezeigt wird und ich eine halb leere Seite sehe, klicke ich auf Reload und löse damit wieder viele Requests aus, die den Server belasten. Würde ich auf der Seite eine „Lade-Animation“ sehen, würde ich weiter warten. Unbedingt geprüft werden sollte, ob man wirklich über Achtzig Javascript-Dateien laden muss. Wenn der Server nicht viele Requests zeitgleich verarbeiten kann, wären wenige und dafür dann größere Dateien besser.

Mag sein, dass es nie wieder zu so einem Ansturm wie heute kommen wird, aber was heute passiert ist hätte man antizipieren können.

Ich habe übrigens am Nachmittag noch alle gewünschten Karten bekommen, obwohl die Server auch nach vier Stunden nicht ganz rund liefen und ich plötzlich wieder Internal Server Error gesehen habe.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone

Nicht erschrecken!

Nach einem Serverumzug musste ich schnell WordPress und diverse Plugins aktualisieren. Deshalb sieht hier alles neu aus, auch wenn es gar nichts Neues zu sehen gibt.

Die Seite ist jetzt responsive mit allem Pi, Pa und Po. Ursprünglich wollte ich selbst ein neues Theme programmieren, aber dieses gefällt mir sehr gut, ich glaube die Arbeit erspare ich mir.

Sollte es noch irgendwo klemmen bitte eine kurze Nachricht an mich schicken.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone

Dänemark Tag 3 bis 9

Die erste Woche unseres Urlaubs ist schon vorbei, gestern haben wir „unser“ kleines Haus am Meer verlassen und sind einmal quer durch Dänemark an die Ostküste gefahren. Jetzt sind wir in Aarhus. Die Zeit an Westküste war wunderbar. Wir haben uns ordentlich den Wind um die Nase wehen lassen, die Weite der Natur genossen und einiges gelernt.

Die erste Lektion lernten wir bereits am ersten Morgen vom freundlichen Techniker unserer Ferienhausvermietung: Deutsches Toilettenpapier verträgt sich nicht mit dänischen Abflüssen, jedenfalls nicht mit den Abflüssen, die in Sickergruben enden. Vierlagiges-Deluxe-Soft-Papier hatte sich am Ende des Abflussrohrs festgesetzt und das Wasser floss nur noch sehr langsam ab, insbesondere in der Dusche.

Dusche, nächste Lektion: Ein Boiler, der vierzig Liter fasst, ist sehr knapp bemessen, wenn zwei Personen duschen wollen – ganz besonders, wenn während Person 1 duscht, Person 2 das Geschirr spült.

Im Badezimmer gab es ein possierliches Tierchen. Ich hielt es zunächst für ein normales Radio. Damit lag ich nicht ganz falsch, aber ich würde es trotzdem eher eine Zeitmaschine nennen. Nach dem Einschalten wurde man mit Hits aus den Achtzigern beschallt. Ich hätte das Hündchen beim ersten Benutzen beinahe fallen gelassen. Es lieft „Strangers by night“ von C. C. Catch. Der Versuch, einen anderen Sender einzustellen, scheiterte kläglich und so hörten fortan jeden Morgen die skurrile Auswahl von Radio Klitholm.

Das Ferienhaus lag etwas abseits, der nächste größere Ort war ca. 10 Kilometer entfernt. Hvide Sande. Dort haben wir in einer der Räuchereien fast täglich Fisch gekauft. Ganz besonders köstlich waren die geräucherten Krabben und der warm geräucherte Lachs. Wir haben auch frischen Fisch gekauft und ihn mit Gemüse in Alufolie gedünstet. Ich habe noch keinen frischeren Fisch verarbeitet. Köstlich! Wer bei dänischem Essen nur an rote Pölser im Hot Dog denkt, liegt ziemlich falsch.

Heute waren wir im ARoS, dem Aarhus Kunstmuseum mit der Attraktion „Your Rainbow Panorama“ von Olafur Eliasson. Sehr toll!

Am Abend waren wir in Aarhus im Restaurant Seafood am Yachthafen. Ich hätte mich am liebsten einmal quer durch die Karte gegessen. Alle Gerichte sahen sehr gut aus. Unser Menü war hervorragend. Das ganze bei strahlendem Sonnenschein mit Blick auf die Boote und das Wasser. Ein toller Abend.

Morgen geht es weiter nach Göteborg.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone

Dänemark Tag 1 und 2

Wir haben im März ziemlich spontan ein Ferienhaus in Dänemark gebucht. Damals war der Juli noch fern und wir haben uns nicht viele Gedanken gemacht, wie das mit einem Smart eigentlich gehen soll. Die meisten deutschen Urlauber nehmen ja ihren halben Hausstand mit nach Dänemark. Es wurden schon ganze Gefriertruhen auf Anhängern gesichtet. Ich war optimistisch „Der Kleine ist größer, als man denkt“.

Alle, die von unserem Plan erfuhren, lächelten milde und faselten etwas von Mietwagen, Anhänger oder Rucksack für den Smart. So blieb es die ganze Zeit bis zu unserer Abreise.

Als wir alles beisammen hatten, wurde mir schon etwas mulmig, die Liebste war sicher „Das passt nie alles ins Auto“. Glücklicherweise habe ich in meiner Jugend stundenlang Tetris auf dem Gameboy gespielt – es hat alles gepasst. Smart mit GepäckSmart mit Gepäck
Sogar das Kubb-Spiel konnte mit. Am Ende war sogar noch etwas Luft bis zum Dach, wir hätten also durchaus noch mehr einpacken können.

Unterwegs auf der Autobahn fiel mir auf, dass die Smartdichte doch erheblich abnimmt, je näher man der Grenze zu Dänemark kommt. Egal wo wir hier auftauchen, wir werden immer belustigt beäugt. Offensichtlich sind wir mit dem Auto echte Exoten. Immerhin haben wir am Samstag einen zweiten Smart gesichtet, auch aus Deutschland. Gestern ist uns der erste, und bisher einzige, dänische Smart begegnet. Der Fahrer grüßte uns freudig. Ein Brauch, der in Deutschland nahezu ausgestorben ist, früher haben sich auch dort fast alle Smartfahrer gegrüßt.

Das Ferienhaus ist toll, tatsächlich genauso gemütlich wie auf den Bildern des Vermieters im Internet.

Als wir ankamen, standen die gemieteten Fahrräder bereits auf der Terrasse. Wir freuten uns, weil es gemütliche Hollandräder sind. Ich bin seit einigen Monaten bekennender Omafietsfahrer. Endlich ein Fahrrad, auf dem ich keine Nacken- oder Rückenschmerzen bekomme. Gestern sind wir dann auch gleich zur ersten Tour mit den Rädern aufgebrochen. Es gibt einen sehr schönen Weg durch die Dünen und wir hatten Rückenwind. Was wir nicht bedacht hatten, auf dem Rückweg würde der Wind von vorne kommen. An der Küste weht der Wind ja gerne etwas stärker, gestern war so ein Tag. Gegenwind beim Radfahren ist eine unangenehme Sache, aber Gegenwind auf einem Hollandrad ist die Hölle. Durch die sehr aufrechte Sitzhaltung bietet man dem Wind eine große Angriffsfläche. Teilweise habe ich mich kaum noch von der Stelle bewegt. Schätzungsweise 90% der Strecke habe ich im ersten Gang zurückgelegt. Es war trotzdem ein sehr schöner Tag mit viel Sonne (und Wind).

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone

38

Es ist mal wieder soweit…

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone

Man hat ja sonst nix zu tun

Nachdem ich hier schon mal üben durfte, habe ich nun auch strahlendgrau auf eine moderne Version von WordPress umgestellt.

Sollte also irgendwas nicht funktionieren oder „irgendwie merkwürdig“ aussehen, liegt das vermutlich an der Umstellung. In diesem Fall bitte Nachricht an mich 🙂

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone

Sylt

Wir haben das letzte Wochenende auf Sylt verbracht. Es war ein herrliches Winterwochenende an der See, wie man es dort nicht unbedingt erwartet hätte. Der viele Schnee hat die Insel in ein wahres Winterwunderland verwandelt.

Strand vor Westerland

Wir haben zum ersten Mal nach gefühlten 30 Jahren einen Schneemann gebaut. Ich präsentiere, voller Stolz, Theo Rolando:

Theo Rolando

Schafe mit Schnee auf dem Rücken hatte ich vorher auch noch nicht gesehen.

Schafe

Hier noch einige Postkarten-Motive:

Hafen von List

Strand vor Westerland

Winterwunderland

Deich

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone

Nanu!

Nix geschrieben seit Mai. Habe ich denn nichts zu sagen?

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone

Spargel – Neue Garmethode

Ich habe an diesem Wochenende meine persönliche Spargelsaison eröffnet und eine neue Garmethode getestet. Den geschälten Spargel einfach mit etwas zerlassener Butter, Salz, Zucker und Zitronensaft in Alufolie einwickeln und für 20 bis 25 Minuten bei 160 Grad im Ofen garen. Der Spargel verliert weniger Geschmack an das Kochwasser und der Saft in der Folie ist eine leckere Basis für die Soße.

Sonnabend gab es Spargel pur mit Petersilie-Kartoffeln und Schinken
Share photos on twitter with Twitpic

Sonntag Rinderfilet mit Spargel, Hollandaise (natürlich ohne Pulver oder Tetrapak) und Kartoffeln
Share photos on twitter with Twitpic

Lecker!

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone

Hunger im Büro?

Eine Kollegin bestellte kürzlich bei der Dekra Akademie die Studie
„Die Klugen vergrößern den Kuchen“.

Die Studie kam mit einem Begleitschreiben einer Assistentin die wohl beim Tippen Hunger hatte:

Die Klugen fressen den Kuchen

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Email this to someone
« Ältere Beiträge

© 2016 Strahlendgrau

Theme von Anders NorénHoch ↑